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Flexitarismus

Verzicht bei Bedarf

Flexitarier variieren die Nahrungszufur je nach Jahreszeit und Bedarf. Dabei essen sie unterschiedliche Gemüse und Obstsorten, oft wenig Fleisch und Fisch und achten insbesondere auf die Herkunft ihrer Nahrung. Der Flexitarismus ist durch den Wunsch nach einer artgerechten Tierhaltung und der Kritik an der Intensivtierhaltung motiviert.

Milch- und Getreideprodukte werden je nach Verträglichkeit gegessen. Das Vermeiden von industriell verarbeiteter Nahrung ist auch für viele Flexitarier ein wichtiger Aspekt. Die Flexitarier stellen damit sicherlich die am weitesten verbreitete und für den gesunden Menschen verträglichste Ernährungsform dar.

Tobias Lechler stellt in seiner Dissertation mit dem Titel „Die Ernährung als Einflussfaktor auf die Evolution des Menschen“ fest, dass der moderne Mensch nicht genetisch an die Ernährungsweise des frühen Homo sapiens angepasst sei.

Die Oecotrophologen Alexander Ströhle und Andreas Hahn vom Institut für Lebensmittelwissenschaft der Universität Hannover verweisen darauf, dass die morphologische Evolution eines Lebewesens nicht zwangsläufig mit der genetischen Evolution korreliert.

Lechler folgerte, dass gerade die fehlende Spezialisierung und Anpassung der Gattung Homo an eine bestimmte Ernährungsweise der entscheidende Überlebensvorteil war, der die Besetzung ganz unterschiedlicher ökologischer Nischen ermöglichte. Diese Auffassung teilen Ströhle/Hahn, die auf die Vielzahl von Ernährungskulturen verweisen, die seit der Steinzeit entstanden sind.